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GEDICHT
über
Wirklichkeit
und
Projektion
des Ortes
mit
den Grundstücksnummern
672 und 2041
in
Graz
Austria
Graz, Mai 1993
ich, A, B, C, D, E, F
die wolke
M, mann
die kleine wolke
die schicke frau
die königin
die nackten
die buntverkleideten
die grauangezogenen
die wolke:
im fasching
und wenn die wolken
mich in den schlaf singen
weine ich
süße
blaue tränen
- und M verliebt sich
von neuem
im fasching
M, mann:
zur zeit der nackten
zur zeit der einen wolke
die ihr glas leertrank:
es entdeckte mich ein buntverkleideter
erschlug mich
(... das war wohl aller anfang )
trotzdem
ich wuchs
obwohl halbtotgeschlagen
stolz
in die
der grauangezogenen nackten
zu M
die schicke frau:
ich schweige
- es gehört sich so
trotzdem
ich fühle
und es schmerzt
ich liebe diesen liliputaner
er fragte mich einst
auch damals schwieg ich
ich sterbe
um leben zu dürfen
die kleine wolke:
m - mein kind
und
meine mutter zugleich
mein vater liegt im grauen
die nackten, buntverkleideten, grauangezogenen:
wir glauben
an das lachen
über
die wahrheit
auch daran
verkleidet die unvollständigkeit der sinne
verkleidet das wollen
das sein bleibt müde
und wenn
dann muß auch er
wie die wolke
geflügelt reßlt
mann
so große löcher in die wolken
und M ist tot
die königin:
aufrecht
und
versteinert zu sein
sich fürchten
und gefürchtet zu haben
zwischen gut und böse
habe ich meinen diener das licht ausgeblasen
und
verneige ich mich vor der lüge
lächelnd
ich:
...und ich schenkte M mein volles glas
es regnete wieder
es war ein bunter regen
nicht mehr blau
nicht mehr als grau
es regnet
A:gestern
fragte mich deine wolke nach meinem namen
und ich gab ihr zur antwort
- und so kam es
das ich dich traf
die wolke hatte gerade mein glas leergetrunken
als M
wider seinen willen vollkommen ...
... vom restalkohol deines lieblings
der wolke
von den grauangezogenen der stadt
die im fasching manchmal bunt
aber auch doch meist grau
verkleidet wurde
M ist wohl ein alter mann
dachte ich mir
aber er entpuppte sich doch
als liliputaner
also
als gestern deine wolke fragte
da fragte auch M
ob du ihn liebst
erst da fiel es dir auf
doch es war zu spät
viel zu spät
für eine schicke frau
B:später,
zu einer zeit als es keine wolken mehr gab
in den köpfen der grauangezogenen
hörte ich
von ferne M denken
du hast mich lieben gelernt
schicke frau
doch
die grauangezogenen machten sich keine gedanken
über gedachtes
... und auflerdem was ist schon liebe
die grauangezogenen trieben es
mit design
sodomierten flugzeuge und autos
und kannten keinen M
wer ist M ?
da fragte deine wolke
die grauangezogenen nach ihren namen
und ich rannte schnell zu M
doch es war zu spät
zu spät
für die alte schicke frau
ich liebe dich
sagte sie zu M
und M war glücklich
C:
vor unserer zeit
als es nur eine wolke gab
und die vielen nackten
die sich so gerne verkleideten
am liebsten bunt
nachdachten
da trank die wolke ihr glas leer
es sollte später meines werden
da entdeckte
plötzlich
einer der nackten
einer der besonders bunt verkleidet war
den mann
du bist ein krüppel
sagte der buntverkleidete
die wolke schloss ihre augen
denn sie fürchtete sich
und der buntverkleidete schlug auf den mann ein
schlug lange ein
zu lange
denn
als die wolke ihre augen wieder öffnete
schaute sie sich selber an
es waren nun viele wolken
und alle
sahen M.
und ein grauangezogener
weinte seiner farbe nach
D:
ein grauangezogener
der eine keine wolke hatte
fast alle grauangezogenen
besaflen wolken
zu dieser zeit
versuchte
es war gerade fasching
und daher war der grauangezogene
etwas bunter
noch einmal
kurz nachzudenken
er wollte das glas seiner wolke stehlen
es war eine sehr traurige wolke
sie mochte diese grauangezogenen nicht
auch nicht im fasching
denn M war dann immer ganz blau
sonst war er doch grau
unfreiwillig
aber
das blau kam von den vielen wolken
die zu fasching ertränkt werden
und so schenkte mir die kleine wolke ihr glas
und dann sagte sie zu dir
ich bin jetzt deine kleine wolke
und wurde vor freude
denn sie war voller hoffnung
gleich ein stück grösser
E:
eine königin
erblickte das licht der finsternis
die keine schöne war
wie die der wolken
eine finsternis
die sich im dunkel des tages
fürchtete
und wollte ihr licht gewinnen
doch sie verspielte
die grauangezogenen schwiegen
und als die königin fragte
da antworteten die grauangezogenen
sie antworteten
doch die königin
ward zu stein
so auch ihr diener
und langsam füllte sich mein glas
und es gab keinen
keinen mehr
aufler mir
der das glas
austrinken konnte
F:
die versteinerten
hatten viele freunde
und sie liebten besonders die wahrheit
nebenan
manchmal log diese wahrheit auch
die grauangezogenen nannten sie hure
abfällig
doch lange zeit
trafen sich die grauangezogenen
bei ihr
und trieben es bunt
die wahrheit
die hure
belog grauangezogene nie
und so erkrankten die grauangezogenen
an der wahrheit
einer wahrheit die sie bunt glaubten
einer wahrheit
nicht zum verkleiden
einer wahrheit
mit vielen schönen farben
unbunt
denn sie war diese farben
und so starben die grauangezogenen
ihren heldentot
nach unserer Zeit
sich schwebend
in der luft befinden
vereinzelt in afrika
die gräber der grauangezogenen
die versteinerten
wieder und wieder
wider erwachen gewehrt
so wird morgen zu ist
und
nach unserer zeit
ist
ist zu weit weg
der kääfig verliebt
sich
und dennoch verliebt
und auch M
so die wolken
betrunken
schon frei geworden
erwachen einstmals
wieder
und wieder
befreit durch mich
der ich das glas leertrinken
will
(und so geschieht es)
aber tausende abertausende
sehen sich herbei
sich falsch
im gef,hl der zeit
CD:
morgen
verlaufen in der eigenen wohnung
zwischen käfig
und delhi
das kind verloren
M
auf dem weg
und so voller
freude
auf dem stück wiese
der schicken frau
wiedergefunden!
die heldengräber
der grauangezogenen
posaunen die macht der Wahrheit
gefressen von den käfigen der vernunft
in delhi
ist der reis ausgegangen
und so
tausende heldengräber
anstatt der greisen schicken frau
verlieren sich
sind
gefroren im ewigen eis afrikas
voller angst
zerbeiflt ein heldengrab
die kleine wolke
M beginnt sich zu fürchten
öffnet seinen mund
so weit er es gelernt hat
überwindet
auch noch etwas weiter
und saugt das blut vom himmel
rotgefärbt schwemmt
er das letzte grau
von der wiese
eine rosarote wolke
erklimmt den bildschirm
morgen
verlaufen in der eigenen wohnung
zwischen käfig
und delhi
das kind verloren
M
auf dem weg
und so voller
freude
auf dem stück wiese
der schicken frau
wiedergefunden!
die heldengräber
der grauangezogenen
posaunen die macht der Wahrheit
gefressen von den käfigen der vernunft
in delhi
ist der reis ausgegangen
und so
tausende heldengräber
anstatt der greisen schicken frau
verlieren sich
sind
gefroren im ewigen eis afrikas
voller angst
zerbeißt ein heldengrab
die kleine wolke
M beginnt sich zu fürchten
öffnet seinen mund
so weit er es gelernt hat
überwindet
auch noch etwas weiter
und saugt das blut vom himmel
rotgefärbt schwemmt
er das letzte grau
von der wiese
eine rosarote wolke
erklimmt den bildschirm
EF
danach
der diener
die heldengräber der grauangezogenen suchend
nach afrika sinnend
jedoch im nirgendwo
gelandet
eher abgestürzt
und trotzdem sehr glücklich
denn die königin
war
alle bunten fragen
zusammengeschnürt
spuckt M
in den himmel:
und
alle bunte fragen
hand in hand gehend
mit den wolken
verdunkeln den himmel
ein heldengrab in afrika
wird zu staub
werde denken!
und so entsteht
die gruft
der königin
Ich
und ich bin so wie ein käfig
wenn ich alle hasse schliesse ich die türen
wenn ich wieder mutig bin
wenn ich vergangenheiten wieder lieb gewinne
wenn ich gegenwart trinke
wenn ich mich nicht in zukunft verstecke
wenn ich mich wieder liebe
wenn ich
dann schliefle ich die tür
und es wird so wie in einem käfig
und die türen werden geschlossen
und es wird ein großes fest
und es werden freunde
und es werden gedanken
wenn ich
dann öffne ich alle türen
und ich werde fliegen
und es war so wie in einem käfig
und es ist so
und in den käfig können tausend hände
und der käfig sch,tzt nicht
der käfig ist für mich erbaut
von mir erbaut
und wie erbauend
und wie ich ihn hasse
und wie ich ihn fürchte
und in den käfig können tausend hände
und es ist so wie in einem käfig
und ich bin so wie ein käfig
ich lasse die türen offen
denn ich fürchte offene türen
und wenn die andern mit der tür ins haus fallen
und sie fallen oft
und sie bringen keine tür mit
wie sehr warte ich auf diese tür
ich muss doch eine tür öffnen
ich muss doch
und ich will doch endlich raus
Ich
Doch ich werde fliegen, nicht fliehen
Ich werde meine Flügel ausbreiten
und zusammen mit den Freunden in unserem Käfig
die anderen Welten besuchen
und es war so wie in einem käfig
und M war glücklich
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GEDICHT
über
Wirklichkeit
und
Projektion
des Ortes
mit
den Grundstücksnummern
672 und 2041
in
Graz
Austria
Graz, Mai 1993
ich, A, B, C, D, E, F
die wolke
M, mann
die kleine wolke
die schicke frau
die königin
die nackten
die buntverkleideten
die grauangezogenen
die wolke:
im fasching
und wenn die wolken
mich in den schlaf singen
weine ich
süße
blaue tränen
- und M verliebt sich
von neuem
im fasching
M, mann:
zur zeit der nackten
zur zeit der einen wolke
die ihr glas leertrank:
es entdeckte mich ein buntverkleideter
erschlug mich
(... das war wohl aller anfang )
trotzdem
ich wuchs
obwohl halbtotgeschlagen
stolz
in die
der grauangezogenen nackten
zu M
die schicke frau:
ich schweige
- es gehört sich so
trotzdem
ich fühle
und es schmerzt
ich liebe diesen liliputaner
er fragte mich einst
auch damals schwieg ich
ich sterbe
um leben zu dürfen
die kleine wolke:
m - mein kind
und
meine mutter zugleich
mein vater liegt im grauen
die nackten, buntverkleideten, grauangezogenen:
wir glauben
an das lachen
über
die wahrheit
auch daran
verkleidet die unvollständigkeit der sinne
verkleidet das wollen
das sein bleibt müde
und wenn
dann muß auch er
wie die wolke
geflügelt reßlt
mann
so große löcher in die wolken
und M ist tot
die königin:
aufrecht
und
versteinert zu sein
sich fürchten
und gefürchtet zu haben
zwischen gut und böse
habe ich meinen diener das licht ausgeblasen
und
verneige ich mich vor der lüge
lächelnd
ich:
...und ich schenkte M mein volles glas
es regnete wieder
es war ein bunter regen
nicht mehr blau
nicht mehr als grau
es regnet
A:gestern
fragte mich deine wolke nach meinem namen
und ich gab ihr zur antwort
- und so kam es
das ich dich traf
die wolke hatte gerade mein glas leergetrunken
als M
wider seinen willen vollkommen ...
... vom restalkohol deines lieblings
der wolke
von den grauangezogenen der stadt
die im fasching manchmal bunt
aber auch doch meist grau
verkleidet wurde
M ist wohl ein alter mann
dachte ich mir
aber er entpuppte sich doch
als liliputaner
also
als gestern deine wolke fragte
da fragte auch M
ob du ihn liebst
erst da fiel es dir auf
doch es war zu spät
viel zu spät
für eine schicke frau
B:später,
zu einer zeit als es keine wolken mehr gab
in den köpfen der grauangezogenen
hörte ich
von ferne M denken
du hast mich lieben gelernt
schicke frau
doch
die grauangezogenen machten sich keine gedanken
über gedachtes
... und auflerdem was ist schon liebe
die grauangezogenen trieben es
mit design
sodomierten flugzeuge und autos
und kannten keinen M
wer ist M ?
da fragte deine wolke
die grauangezogenen nach ihren namen
und ich rannte schnell zu M
doch es war zu spät
zu spät
für die alte schicke frau
ich liebe dich
sagte sie zu M
und M war glücklich
C:
vor unserer zeit
als es nur eine wolke gab
und die vielen nackten
die sich so gerne verkleideten
am liebsten bunt
nachdachten
da trank die wolke ihr glas leer
es sollte später meines werden
da entdeckte
plötzlich
einer der nackten
einer der besonders bunt verkleidet war
den mann
du bist ein krüppel
sagte der buntverkleidete
die wolke schloss ihre augen
denn sie fürchtete sich
und der buntverkleidete schlug auf den mann ein
schlug lange ein
zu lange
denn
als die wolke ihre augen wieder öffnete
schaute sie sich selber an
es waren nun viele wolken
und alle
sahen M.
und ein grauangezogener
weinte seiner farbe nach
D:
ein grauangezogener
der eine keine wolke hatte
fast alle grauangezogenen
besaflen wolken
zu dieser zeit
versuchte
es war gerade fasching
und daher war der grauangezogene
etwas bunter
noch einmal
kurz nachzudenken
er wollte das glas seiner wolke stehlen
es war eine sehr traurige wolke
sie mochte diese grauangezogenen nicht
auch nicht im fasching
denn M war dann immer ganz blau
sonst war er doch grau
unfreiwillig
aber
das blau kam von den vielen wolken
die zu fasching ertränkt werden
und so schenkte mir die kleine wolke ihr glas
und dann sagte sie zu dir
ich bin jetzt deine kleine wolke
und wurde vor freude
denn sie war voller hoffnung
gleich ein stück grösser
E:
eine königin
erblickte das licht der finsternis
die keine schöne war
wie die der wolken
eine finsternis
die sich im dunkel des tages
fürchtete
und wollte ihr licht gewinnen
doch sie verspielte
die grauangezogenen schwiegen
und als die königin fragte
da antworteten die grauangezogenen
sie antworteten
doch die königin
ward zu stein
so auch ihr diener
und langsam füllte sich mein glas
und es gab keinen
keinen mehr
aufler mir
der das glas
austrinken konnte
F:
die versteinerten
hatten viele freunde
und sie liebten besonders die wahrheit
nebenan
manchmal log diese wahrheit auch
die grauangezogenen nannten sie hure
abfällig
doch lange zeit
trafen sich die grauangezogenen
bei ihr
und trieben es bunt
die wahrheit
die hure
belog grauangezogene nie
und so erkrankten die grauangezogenen
an der wahrheit
einer wahrheit die sie bunt glaubten
einer wahrheit
nicht zum verkleiden
einer wahrheit
mit vielen schönen farben
unbunt
denn sie war diese farben
und so starben die grauangezogenen
ihren heldentot
nach unserer Zeit
sich schwebend
in der luft befinden
vereinzelt in afrika
die gräber der grauangezogenen
die versteinerten
wieder und wieder
wider erwachen gewehrt
so wird morgen zu ist
und
nach unserer zeit
ist
ist zu weit weg
der kääfig verliebt
sich
und dennoch verliebt
und auch M
so die wolken
betrunken
schon frei geworden
erwachen einstmals
wieder
und wieder
befreit durch mich
der ich das glas leertrinken
will
(und so geschieht es)
aber tausende abertausende
sehen sich herbei
sich falsch
im gef,hl der zeit
CD:
morgen
verlaufen in der eigenen wohnung
zwischen käfig
und delhi
das kind verloren
M
auf dem weg
und so voller
freude
auf dem stück wiese
der schicken frau
wiedergefunden!
die heldengräber
der grauangezogenen
posaunen die macht der Wahrheit
gefressen von den käfigen der vernunft
in delhi
ist der reis ausgegangen
und so
tausende heldengräber
anstatt der greisen schicken frau
verlieren sich
sind
gefroren im ewigen eis afrikas
voller angst
zerbeiflt ein heldengrab
die kleine wolke
M beginnt sich zu fürchten
öffnet seinen mund
so weit er es gelernt hat
überwindet
auch noch etwas weiter
und saugt das blut vom himmel
rotgefärbt schwemmt
er das letzte grau
von der wiese
eine rosarote wolke
erklimmt den bildschirm
morgen
verlaufen in der eigenen wohnung
zwischen käfig
und delhi
das kind verloren
M
auf dem weg
und so voller
freude
auf dem stück wiese
der schicken frau
wiedergefunden!
die heldengräber
der grauangezogenen
posaunen die macht der Wahrheit
gefressen von den käfigen der vernunft
in delhi
ist der reis ausgegangen
und so
tausende heldengräber
anstatt der greisen schicken frau
verlieren sich
sind
gefroren im ewigen eis afrikas
voller angst
zerbeißt ein heldengrab
die kleine wolke
M beginnt sich zu fürchten
öffnet seinen mund
so weit er es gelernt hat
überwindet
auch noch etwas weiter
und saugt das blut vom himmel
rotgefärbt schwemmt
er das letzte grau
von der wiese
eine rosarote wolke
erklimmt den bildschirm
EF
danach
der diener
die heldengräber der grauangezogenen suchend
nach afrika sinnend
jedoch im nirgendwo
gelandet
eher abgestürzt
und trotzdem sehr glücklich
denn die königin
war
alle bunten fragen
zusammengeschnürt
spuckt M
in den himmel:
und
alle bunte fragen
hand in hand gehend
mit den wolken
verdunkeln den himmel
ein heldengrab in afrika
wird zu staub
werde denken!
und so entsteht
die gruft
der königin
Ich
und ich bin so wie ein käfig
wenn ich alle hasse schliesse ich die türen
wenn ich wieder mutig bin
wenn ich vergangenheiten wieder lieb gewinne
wenn ich gegenwart trinke
wenn ich mich nicht in zukunft verstecke
wenn ich mich wieder liebe
wenn ich
dann schliefle ich die tür
und es wird so wie in einem käfig
und die türen werden geschlossen
und es wird ein großes fest
und es werden freunde
und es werden gedanken
wenn ich
dann öffne ich alle türen
und ich werde fliegen
und es war so wie in einem käfig
und es ist so
und in den käfig können tausend hände
und der käfig sch,tzt nicht
der käfig ist für mich erbaut
von mir erbaut
und wie erbauend
und wie ich ihn hasse
und wie ich ihn fürchte
und in den käfig können tausend hände
und es ist so wie in einem käfig
und ich bin so wie ein käfig
ich lasse die türen offen
denn ich fürchte offene türen
und wenn die andern mit der tür ins haus fallen
und sie fallen oft
und sie bringen keine tür mit
wie sehr warte ich auf diese tür
ich muss doch eine tür öffnen
ich muss doch
und ich will doch endlich raus
Ich
Doch ich werde fliegen, nicht fliehen
Ich werde meine Flügel ausbreiten
und zusammen mit den Freunden in unserem Käfig
die anderen Welten besuchen
und es war so wie in einem käfig
und M war glücklich
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GEDICHT
über
Wirklichkeit
und
Projektion
des Ortes
mit
den Grundstücksnummern
672 und 2041
in
Graz
Austria
Graz, Mai 1993
ich, A, B, C, D, E, F
die wolke
M, mann
die kleine wolke
die schicke frau
die königin
die nackten
die buntverkleideten
die grauangezogenen
die wolke:
im fasching
und wenn die wolken
mich in den schlaf singen
weine ich
süße
blaue tränen
- und M verliebt sich
von neuem
im fasching
M, mann:
zur zeit der nackten
zur zeit der einen wolke
die ihr glas leertrank:
es entdeckte mich ein buntverkleideter
erschlug mich
(... das war wohl aller anfang )
trotzdem
ich wuchs
obwohl halbtotgeschlagen
stolz
in die
der grauangezogenen nackten
zu M
die schicke frau:
ich schweige
- es gehört sich so
trotzdem
ich fühle
und es schmerzt
ich liebe diesen liliputaner
er fragte mich einst
auch damals schwieg ich
ich sterbe
um leben zu dürfen
die kleine wolke:
m - mein kind
und
meine mutter zugleich
mein vater liegt im grauen
die nackten, buntverkleideten, grauangezogenen:
wir glauben
an das lachen
über
die wahrheit
auch daran
verkleidet die unvollständigkeit der sinne
verkleidet das wollen
das sein bleibt müde
und wenn
dann muß auch er
wie die wolke
geflügelt reßlt
mann
so große löcher in die wolken
und M ist tot
die königin:
aufrecht
und
versteinert zu sein
sich fürchten
und gefürchtet zu haben
zwischen gut und böse
habe ich meinen diener das licht ausgeblasen
und
verneige ich mich vor der lüge
lächelnd
ich:
...und ich schenkte M mein volles glas
es regnete wieder
es war ein bunter regen
nicht mehr blau
nicht mehr als grau
es regnet
A:gestern
fragte mich deine wolke nach meinem namen
und ich gab ihr zur antwort
- und so kam es
das ich dich traf
die wolke hatte gerade mein glas leergetrunken
als M
wider seinen willen vollkommen ...
... vom restalkohol deines lieblings
der wolke
von den grauangezogenen der stadt
die im fasching manchmal bunt
aber auch doch meist grau
verkleidet wurde
M ist wohl ein alter mann
dachte ich mir
aber er entpuppte sich doch
als liliputaner
also
als gestern deine wolke fragte
da fragte auch M
ob du ihn liebst
erst da fiel es dir auf
doch es war zu spät
viel zu spät
für eine schicke frau
B:später,
zu einer zeit als es keine wolken mehr gab
in den köpfen der grauangezogenen
hörte ich
von ferne M denken
du hast mich lieben gelernt
schicke frau
doch
die grauangezogenen machten sich keine gedanken
über gedachtes
... und auflerdem was ist schon liebe
die grauangezogenen trieben es
mit design
sodomierten flugzeuge und autos
und kannten keinen M
wer ist M ?
da fragte deine wolke
die grauangezogenen nach ihren namen
und ich rannte schnell zu M
doch es war zu spät
zu spät
für die alte schicke frau
ich liebe dich
sagte sie zu M
und M war glücklich
C:
vor unserer zeit
als es nur eine wolke gab
und die vielen nackten
die sich so gerne verkleideten
am liebsten bunt
nachdachten
da trank die wolke ihr glas leer
es sollte später meines werden
da entdeckte
plötzlich
einer der nackten
einer der besonders bunt verkleidet war
den mann
du bist ein krüppel
sagte der buntverkleidete
die wolke schloss ihre augen
denn sie fürchtete sich
und der buntverkleidete schlug auf den mann ein
schlug lange ein
zu lange
denn
als die wolke ihre augen wieder öffnete
schaute sie sich selber an
es waren nun viele wolken
und alle
sahen M.
und ein grauangezogener
weinte seiner farbe nach
D:
ein grauangezogener
der eine keine wolke hatte
fast alle grauangezogenen
besaflen wolken
zu dieser zeit
versuchte
es war gerade fasching
und daher war der grauangezogene
etwas bunter
noch einmal
kurz nachzudenken
er wollte das glas seiner wolke stehlen
es war eine sehr traurige wolke
sie mochte diese grauangezogenen nicht
auch nicht im fasching
denn M war dann immer ganz blau
sonst war er doch grau
unfreiwillig
aber
das blau kam von den vielen wolken
die zu fasching ertränkt werden
und so schenkte mir die kleine wolke ihr glas
und dann sagte sie zu dir
ich bin jetzt deine kleine wolke
und wurde vor freude
denn sie war voller hoffnung
gleich ein stück grösser
E:
eine königin
erblickte das licht der finsternis
die keine schöne war
wie die der wolken
eine finsternis
die sich im dunkel des tages
fürchtete
und wollte ihr licht gewinnen
doch sie verspielte
die grauangezogenen schwiegen
und als die königin fragte
da antworteten die grauangezogenen
sie antworteten
doch die königin
ward zu stein
so auch ihr diener
und langsam füllte sich mein glas
und es gab keinen
keinen mehr
aufler mir
der das glas
austrinken konnte
F:
die versteinerten
hatten viele freunde
und sie liebten besonders die wahrheit
nebenan
manchmal log diese wahrheit auch
die grauangezogenen nannten sie hure
abfällig
doch lange zeit
trafen sich die grauangezogenen
bei ihr
und trieben es bunt
die wahrheit
die hure
belog grauangezogene nie
und so erkrankten die grauangezogenen
an der wahrheit
einer wahrheit die sie bunt glaubten
einer wahrheit
nicht zum verkleiden
einer wahrheit
mit vielen schönen farben
unbunt
denn sie war diese farben
und so starben die grauangezogenen
ihren heldentot
nach unserer Zeit
sich schwebend
in der luft befinden
vereinzelt in afrika
die gräber der grauangezogenen
die versteinerten
wieder und wieder
wider erwachen gewehrt
so wird morgen zu ist
und
nach unserer zeit
ist
ist zu weit weg
der kääfig verliebt
sich
und dennoch verliebt
und auch M
so die wolken
betrunken
schon frei geworden
erwachen einstmals
wieder
und wieder
befreit durch mich
der ich das glas leertrinken
will
(und so geschieht es)
aber tausende abertausende
sehen sich herbei
sich falsch
im gef,hl der zeit
CD:
morgen
verlaufen in der eigenen wohnung
zwischen käfig
und delhi
das kind verloren
M
auf dem weg
und so voller
freude
auf dem stück wiese
der schicken frau
wiedergefunden!
die heldengräber
der grauangezogenen
posaunen die macht der Wahrheit
gefressen von den käfigen der vernunft
in delhi
ist der reis ausgegangen
und so
tausende heldengräber
anstatt der greisen schicken frau
verlieren sich
sind
gefroren im ewigen eis afrikas
voller angst
zerbeiflt ein heldengrab
die kleine wolke
M beginnt sich zu fürchten
öffnet seinen mund
so weit er es gelernt hat
überwindet
auch noch etwas weiter
und saugt das blut vom himmel
rotgefärbt schwemmt
er das letzte grau
von der wiese
eine rosarote wolke
erklimmt den bildschirm
morgen
verlaufen in der eigenen wohnung
zwischen käfig
und delhi
das kind verloren
M
auf dem weg
und so voller
freude
auf dem stück wiese
der schicken frau
wiedergefunden!
die heldengräber
der grauangezogenen
posaunen die macht der Wahrheit
gefressen von den käfigen der vernunft
in delhi
ist der reis ausgegangen
und so
tausende heldengräber
anstatt der greisen schicken frau
verlieren sich
sind
gefroren im ewigen eis afrikas
voller angst
zerbeißt ein heldengrab
die kleine wolke
M beginnt sich zu fürchten
öffnet seinen mund
so weit er es gelernt hat
überwindet
auch noch etwas weiter
und saugt das blut vom himmel
rotgefärbt schwemmt
er das letzte grau
von der wiese
eine rosarote wolke
erklimmt den bildschirm
EF
danach
der diener
die heldengräber der grauangezogenen suchend
nach afrika sinnend
jedoch im nirgendwo
gelandet
eher abgestürzt
und trotzdem sehr glücklich
denn die königin
war
alle bunten fragen
zusammengeschnürt
spuckt M
in den himmel:
und
alle bunte fragen
hand in hand gehend
mit den wolken
verdunkeln den himmel
ein heldengrab in afrika
wird zu staub
werde denken!
und so entsteht
die gruft
der königin
Ich
und ich bin so wie ein käfig
wenn ich alle hasse schliesse ich die türen
wenn ich wieder mutig bin
wenn ich vergangenheiten wieder lieb gewinne
wenn ich gegenwart trinke
wenn ich mich nicht in zukunft verstecke
wenn ich mich wieder liebe
wenn ich
dann schliefle ich die tür
und es wird so wie in einem käfig
und die türen werden geschlossen
und es wird ein großes fest
und es werden freunde
und es werden gedanken
wenn ich
dann öffne ich alle türen
und ich werde fliegen
und es war so wie in einem käfig
und es ist so
und in den käfig können tausend hände
und der käfig sch,tzt nicht
der käfig ist für mich erbaut
von mir erbaut
und wie erbauend
und wie ich ihn hasse
und wie ich ihn fürchte
und in den käfig können tausend hände
und es ist so wie in einem käfig
und ich bin so wie ein käfig
ich lasse die türen offen
denn ich fürchte offene türen
und wenn die andern mit der tür ins haus fallen
und sie fallen oft
und sie bringen keine tür mit
wie sehr warte ich auf diese tür
ich muss doch eine tür öffnen
ich muss doch
und ich will doch endlich raus
Ich
Doch ich werde fliegen, nicht fliehen
Ich werde meine Flügel ausbreiten
und zusammen mit den Freunden in unserem Käfig
die anderen Welten besuchen
und es war so wie in einem käfig
und M war glücklich
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GEDICHT
über
Wirklichkeit
und
Projektion
des Ortes
mit
den Grundstücksnummern
672 und 2041
in
Graz
Austria
Graz, Mai 1993
ich, A, B, C, D, E, F
die wolke
M, mann
die kleine wolke
die schicke frau
die königin
die nackten
die buntverkleideten
die grauangezogenen
die wolke:
im fasching
und wenn die wolken
mich in den schlaf singen
weine ich
süße
blaue tränen
- und M verliebt sich
von neuem
im fasching
M, mann:
zur zeit der nackten
zur zeit der einen wolke
die ihr glas leertrank:
es entdeckte mich ein buntverkleideter
erschlug mich
(... das war wohl aller anfang )
trotzdem
ich wuchs
obwohl halbtotgeschlagen
stolz
in die
der grauangezogenen nackten
zu M
die schicke frau:
ich schweige
- es gehört sich so
trotzdem
ich fühle
und es schmerzt
ich liebe diesen liliputaner
er fragte mich einst
auch damals schwieg ich
ich sterbe
um leben zu dürfen
die kleine wolke:
m - mein kind
und
meine mutter zugleich
mein vater liegt im grauen
die nackten, buntverkleideten, grauangezogenen:
wir glauben
an das lachen
über
die wahrheit
auch daran
verkleidet die unvollständigkeit der sinne
verkleidet das wollen
das sein bleibt müde
und wenn
dann muß auch er
wie die wolke
geflügelt reßlt
mann
so große löcher in die wolken
und M ist tot
die königin:
aufrecht
und
versteinert zu sein
sich fürchten
und gefürchtet zu haben
zwischen gut und böse
habe ich meinen diener das licht ausgeblasen
und
verneige ich mich vor der lüge
lächelnd
ich:
...und ich schenkte M mein volles glas
es regnete wieder
es war ein bunter regen
nicht mehr blau
nicht mehr als grau
es regnet
A:gestern
fragte mich deine wolke nach meinem namen
und ich gab ihr zur antwort
- und so kam es
das ich dich traf
die wolke hatte gerade mein glas leergetrunken
als M
wider seinen willen vollkommen ...
... vom restalkohol deines lieblings
der wolke
von den grauangezogenen der stadt
die im fasching manchmal bunt
aber auch doch meist grau
verkleidet wurde
M ist wohl ein alter mann
dachte ich mir
aber er entpuppte sich doch
als liliputaner
also
als gestern deine wolke fragte
da fragte auch M
ob du ihn liebst
erst da fiel es dir auf
doch es war zu spät
viel zu spät
für eine schicke frau
B:später,
zu einer zeit als es keine wolken mehr gab
in den köpfen der grauangezogenen
hörte ich
von ferne M denken
du hast mich lieben gelernt
schicke frau
doch
die grauangezogenen machten sich keine gedanken
über gedachtes
... und auflerdem was ist schon liebe
die grauangezogenen trieben es
mit design
sodomierten flugzeuge und autos
und kannten keinen M
wer ist M ?
da fragte deine wolke
die grauangezogenen nach ihren namen
und ich rannte schnell zu M
doch es war zu spät
zu spät
für die alte schicke frau
ich liebe dich
sagte sie zu M
und M war glücklich
C:
vor unserer zeit
als es nur eine wolke gab
und die vielen nackten
die sich so gerne verkleideten
am liebsten bunt
nachdachten
da trank die wolke ihr glas leer
es sollte später meines werden
da entdeckte
plötzlich
einer der nackten
einer der besonders bunt verkleidet war
den mann
du bist ein krüppel
sagte der buntverkleidete
die wolke schloss ihre augen
denn sie fürchtete sich
und der buntverkleidete schlug auf den mann ein
schlug lange ein
zu lange
denn
als die wolke ihre augen wieder öffnete
schaute sie sich selber an
es waren nun viele wolken
und alle
sahen M.
und ein grauangezogener
weinte seiner farbe nach
D:
ein grauangezogener
der eine keine wolke hatte
fast alle grauangezogenen
besaflen wolken
zu dieser zeit
versuchte
es war gerade fasching
und daher war der grauangezogene
etwas bunter
noch einmal
kurz nachzudenken
er wollte das glas seiner wolke stehlen
es war eine sehr traurige wolke
sie mochte diese grauangezogenen nicht
auch nicht im fasching
denn M war dann immer ganz blau
sonst war er doch grau
unfreiwillig
aber
das blau kam von den vielen wolken
die zu fasching ertränkt werden
und so schenkte mir die kleine wolke ihr glas
und dann sagte sie zu dir
ich bin jetzt deine kleine wolke
und wurde vor freude
denn sie war voller hoffnung
gleich ein stück grösser
E:
eine königin
erblickte das licht der finsternis
die keine schöne war
wie die der wolken
eine finsternis
die sich im dunkel des tages
fürchtete
und wollte ihr licht gewinnen
doch sie verspielte
die grauangezogenen schwiegen
und als die königin fragte
da antworteten die grauangezogenen
sie antworteten
doch die königin
ward zu stein
so auch ihr diener
und langsam füllte sich mein glas
und es gab keinen
keinen mehr
aufler mir
der das glas
austrinken konnte
F:
die versteinerten
hatten viele freunde
und sie liebten besonders die wahrheit
nebenan
manchmal log diese wahrheit auch
die grauangezogenen nannten sie hure
abfällig
doch lange zeit
trafen sich die grauangezogenen
bei ihr
und trieben es bunt
die wahrheit
die hure
belog grauangezogene nie
und so erkrankten die grauangezogenen
an der wahrheit
einer wahrheit die sie bunt glaubten
einer wahrheit
nicht zum verkleiden
einer wahrheit
mit vielen schönen farben
unbunt
denn sie war diese farben
und so starben die grauangezogenen
ihren heldentot
nach unserer Zeit
sich schwebend
in der luft befinden
vereinzelt in afrika
die gräber der grauangezogenen
die versteinerten
wieder und wieder
wider erwachen gewehrt
so wird morgen zu ist
und
nach unserer zeit
ist
ist zu weit weg
der kääfig verliebt
sich
und dennoch verliebt
und auch M
so die wolken
betrunken
schon frei geworden
erwachen einstmals
wieder
und wieder
befreit durch mich
der ich das glas leertrinken
will
(und so geschieht es)
aber tausende abertausende
sehen sich herbei
sich falsch
im gef,hl der zeit
CD:
morgen
verlaufen in der eigenen wohnung
zwischen käfig
und delhi
das kind verloren
M
auf dem weg
und so voller
freude
auf dem stück wiese
der schicken frau
wiedergefunden!
die heldengräber
der grauangezogenen
posaunen die macht der Wahrheit
gefressen von den käfigen der vernunft
in delhi
ist der reis ausgegangen
und so
tausende heldengräber
anstatt der greisen schicken frau
verlieren sich
sind
gefroren im ewigen eis afrikas
voller angst
zerbeiflt ein heldengrab
die kleine wolke
M beginnt sich zu fürchten
öffnet seinen mund
so weit er es gelernt hat
überwindet
auch noch etwas weiter
und saugt das blut vom himmel
rotgefärbt schwemmt
er das letzte grau
von der wiese
eine rosarote wolke
erklimmt den bildschirm
morgen
verlaufen in der eigenen wohnung
zwischen käfig
und delhi
das kind verloren
M
auf dem weg
und so voller
freude
auf dem stück wiese
der schicken frau
wiedergefunden!
die heldengräber
der grauangezogenen
posaunen die macht der Wahrheit
gefressen von den käfigen der vernunft
in delhi
ist der reis ausgegangen
und so
tausende heldengräber
anstatt der greisen schicken frau
verlieren sich
sind
gefroren im ewigen eis afrikas
voller angst
zerbeißt ein heldengrab
die kleine wolke
M beginnt sich zu fürchten
öffnet seinen mund
so weit er es gelernt hat
überwindet
auch noch etwas weiter
und saugt das blut vom himmel
rotgefärbt schwemmt
er das letzte grau
von der wiese
eine rosarote wolke
erklimmt den bildschirm
EF
danach
der diener
die heldengräber der grauangezogenen suchend
nach afrika sinnend
jedoch im nirgendwo
gelandet
eher abgestürzt
und trotzdem sehr glücklich
denn die königin
war
alle bunten fragen
zusammengeschnürt
spuckt M
in den himmel:
und
alle bunte fragen
hand in hand gehend
mit den wolken
verdunkeln den himmel
ein heldengrab in afrika
wird zu staub
werde denken!
und so entsteht
die gruft
der königin
Ich
und ich bin so wie ein käfig
wenn ich alle hasse schliesse ich die türen
wenn ich wieder mutig bin
wenn ich vergangenheiten wieder lieb gewinne
wenn ich gegenwart trinke
wenn ich mich nicht in zukunft verstecke
wenn ich mich wieder liebe
wenn ich
dann schliefle ich die tür
und es wird so wie in einem käfig
und die türen werden geschlossen
und es wird ein großes fest
und es werden freunde
und es werden gedanken
wenn ich
dann öffne ich alle türen
und ich werde fliegen
und es war so wie in einem käfig
und es ist so
und in den käfig können tausend hände
und der käfig sch,tzt nicht
der käfig ist für mich erbaut
von mir erbaut
und wie erbauend
und wie ich ihn hasse
und wie ich ihn fürchte
und in den käfig können tausend hände
und es ist so wie in einem käfig
und ich bin so wie ein käfig
ich lasse die türen offen
denn ich fürchte offene türen
und wenn die andern mit der tür ins haus fallen
und sie fallen oft
und sie bringen keine tür mit
wie sehr warte ich auf diese tür
ich muss doch eine tür öffnen
ich muss doch
und ich will doch endlich raus
Ich
Doch ich werde fliegen, nicht fliehen
Ich werde meine Flügel ausbreiten
und zusammen mit den Freunden in unserem Käfig
die anderen Welten besuchen
und es war so wie in einem käfig
und M war glücklich
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