Wird sich also das traditionelle Ich (Ego) im Wir a u f l ö s e n ? Das heißt, wird man dieses Wir wieder als einziges Ich bezeichnen können an dem alle Seinsformen Anteil haben? Wird dieses Ich/Wir, entstanden durch den ständigen Informationsaustausch und den daraus immer neu entstehenden neuen Informationen, mit einem einzigen Organismus vergleichbar sein nicht mehr aufgebaut aus Atomen sondern aus Bits, ein Art kosmischens Gehirn generieren? Entsteht nicht trotzdem oder gerade deswegen eine neue Form des Individualismus? Ein Individualismus, der sich entwickelt aus dem Empfangen von gezielt selektierter Information und dem Weitergeben der neu prozessierten Daten?
Ist es jedem Individuum im digitalen Kosmos möglich, Zustände und Räume zu schaffen die an sich wieder als Welt für Sich und andere funktionieren?
Wie gelingt es in einer digitalen Welt, die auf neuen Formen des Gemeinsamen beruht alle erdenkbaren Visionen als zukunftsentkoppelte Onlineversuche durchzuführen? Die Redundanz der Vision?
Ist daher die Folge von digitalen Weltmodellen nicht einerseits die Zustandsänderung des Menschen in ein teilweise bereits real gewordenes digitales Bewußtsein und andererseits nicht das Emportauchen neuer Seinsformen in den digitalen Existenzfeldern?
Wie könnten Bereiche in den Bewußtseinsfeldern digitaler Existenzen angelegt sein, die ausschließlich den Individuen vorbehalten sind, die keine Einsicht und Veränderung gebieten?
Der Sinn der digitalen Welt ist zu sein. Damit ist sie im Grunde genommen sinnlos. Ihr Sinn ist es also, sinnlos zu sein. Diesen scheinbaren Widerspruch zu akzeptieren ist ein erster Schritt zum Verständnisder digitalen Welt. Anarchie ist sinnlos, Anarchie folgt einer Spielstrategie die vorallem dazu taugt, Orte für Theismen und Atheismen, für Mythologie und Naturwissenschaften, für Kunst und Ethik zu bilden, Anarchie ist gleichzusetzen mit der Suche und dem Experiment unter dem Vorzeichen der Vielfalt und der Gegensätze, Anarchie ist nicht im Kant'schen Sinne Gesetz und Freiheit ohne Gewalt, Anarchie ist quasi jedem Gegensatz sein Topos, oder noch weit mehr als das, denn Anarchie wird aus diesen Gegensätzen erst gebildet. Der Anarchie Sinn ist zu sein. Der Anarchie Sinn ist es also sinnlos zu sein. Das anarchische Sein ist ein sich kybernetisch steuerndes Netz, in welchem nicht mehr die Datencluster selbst, sondern die Simultanität der Polyloge das Konkrete bilden. Es ist ein anarchisches Sein simultaner nonkonsensueller Entscheidungen, innerhalb einer Art kosmischen Gehirns.
Welche Informationsgesellschaften sind neben bzw. nach der digitalen Population (Störig: Das große Wörterbuch der deutschen Sprache; Bedeutung 3 Gesammtheit der jungen, heißen Sterne) zu erwarten? Sind digitale Computationen ein Zwischenstadium zu höherentwickelten Informationsapparaten?
Kann man eine technische Welt, zu deren Erleben wir in erster Linie unsere geistigen Fähigkeiten verändern müssen,noch als technisch im herkömmlichen Sinn betrachten? Wird Technik in einer digitalen Welt menschlicher?
Unter welchen Rahmenbedingungen können automatische Apparate innerhalb einer digitalen Welt zur Konzentration auf Wesentliches beitragen?
Was bedeutet der Verlust von Unterscheidungsmöglichkeit zwischen Gegenwärtigem, Vergangenem und Zukünftigem? ?Menschlichen des Struktur gewohnten der Ende das auch Geschichte der Ende ein Ist
Welche Bilder unterstützen Dialoge, Informationsaustausch und Erzeugung neuer Informationen?
Erschaffen wir eine digitale Welt oder finden wir nur Zugänge zu uns bisher verschlossenen Zonen?
Sind geistige Grenzen zu überschreiten, indem man sie vergißt?
Kann der Existenzraum, der Kosmos ihres digitalen Seins, von seinen Bewohnern selbst generiert werden? dh. kann selbst ein Träger geschaffen werden, der sich als Besiedelungsfeld für wieder andere Informationsgenerationen eignet?
Antisinnlichkeit und Körperlosigkeit trennen künstliche von biologischen Intelligenzen. Wo Sinnlichkeit das Denken des biologischen Wesens prägt, führt die Abstraktion des künstlichen Wesens zu einem völlig anderen Bewußtsein. Wird der Körper damit zu einem unüberwindbaren Kommunikationshindernis in der digitalen Welt?
Können die mit Computern synthetisierten Bilder einer digitalen Welt eine Bedeutung in der Umwelt besitzen, wenn bei ihrer Herstellung nicht mehr unmittelbar auf die Aussenwelt Bezug genommen wird? Ist der biologische Teil des Menschen daher die letzte Verbindung zwischen digitaler Welt und materieller Welt oder vielmehr die ultimate Trennung?
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Wenn digitales Dasein wie auch die Realität in einem festgelegtem Zeitkontinuum steht, welche Formen des Zeitmaßes werden gelten und wie könnte sich so die Erfahrung von Vorgängen und Räumen, welche die Linearität und Dimension verlassen, revolutionieren?
Das digitale Sein, steht zwar Innerhalb eines Zeitkontinuums, verfällt aber in ein neues Zeitmaß, in beliebige Verhältnisspannen von Prozessen und Zuständen, die sich vom "gefrierenden - Jetzt" bis zum "entropischen - Immer" skalieren können.
Welches Ortsempfinden generiert sich aus der Neudefinition des "Verweilens" welches bislang an starre topoligische Codes gekoppelt war und nunmehr im Zustand einer fortwährenden Neubildung von Ortszuständen in A u f l ö s u n g begriffen ist?
Daten - Atolle, als Ansammlung digitaler Zustände, definieren den "Dort" (Datenort). Diese Felder agieren informationsproduktiv. während ihrer Zusammenrottung, die der eigentliche Zustand ihres Seins ist, wird Information erzeugt, die sich entweder an dem generierenden "Dort" ansiedelt oder abwandert.
Ist jedes Partikel im Datenraum als ein mit Bewußtsein versehenes Individuum zu verstehen, welches sich Aufgrund gemeinsamer Vereinbarungen in verschiedene "Datengesellschaften" zusammenfügtt?
Wenn die Begriffe Verantwortung, Mitleid oder Haß durch digitale Kollektivität und die universelle Verfügtbarkeit aller genetischen Daten bedeutungslos geworden sind, welche "Empfindungstransponder" werden aktiv?
Wird durch die Definiton (Der Sinn des Seins ist das Sein) alles seinerhaltende zum Sinnerlangenden?
Ist die Entwicklung vom Tier zum Menschen vergleichbar mit der vom biologisch - analogen zum digitalen Wesen? Aus dem instinktgesteuerten Tier entstand ein vernunftbegabter Mensch, der sich zu einem kommunikationsorientierten Wesen entwickeln könnte. Wo aus Instinkt Vernunft wurde, wird aus Vernunft Kommunikation.
Alle Bewußtseinsfelder digitaler Existenzen sind t r a n s p a r e n t, dh. der im Realen als Seele verstandene Raum kehrt sich nach Außen um, wie sich alles nach außen hin wendet, wird zu einem ständig verfügbaren (lesbaren) Teil des digitalen Daseins. Die Generierung, Veränderung und Auflösung dieses digitalen "Bewußtseins" ist vorallem der jeweils innehabenden Existenz vorbehalten. Diese Datenzonen können, so es vom Inhaber beabsichtigt ist, auch zum aufnehmenden Datenfeld werden, welches anderen Platz bietet.
Bedeutet ein archisches Sein nicht gleichzeitig ein hierarchisches Sein und ist diese Form von Sein nicht wiederum eine von Sendern zentral kontrollierte Ordnung, deren Daten nur, oder vorallem, zur Zerstreung aller anderen Daten dient, und verhindert letztendlich dieser totalitäre Schaltplan nicht den eigentlichen Sinn dieses digitalen Seins, den Polylog?
Kann durch die Änderung des Beobachtungsstandpunktes, durch die Änderung des eigenen Status, die digitale Welt als solche unverfälscht erlebt werden?
Haben wir nicht den direkten Zugang zur Objektivität verloren, auf Grund der Erkenntnis, daß das Hirn des Menschen ein selbstorganisiertes System ist, das auf Grund von Irritationen Wirklichkeiten erzeugt, sie also projiziert oder simuliert?
Ist Kommunikation ohne Zeitbegriff Schweigen?
Der Sinn des digitalen Seins ist zu sein. Damit ist das Sein im Grunde genommen sinnlos. Der Sinn des Seins ist also sinnlos zu sein. Diesen scheinbaren Widerspruch zu akzeptieren ist ein erster Schritt zum Verständnis des digitalen Seins.
Ist daher die Folge von digitalen Weltmodellen nicht einerseits die Zustandsänderung des Menschen in ein teilweise bereits real gewordenes digitales Bewußtsein und andererseits nicht das Emportauchen neuer Seinsformen in den digitalen Existenzfeldern?
Werden sich und wie werden sich verschiedene Kategorien von Existenzsphären von Datenclustern entwickeln? Werden sie aus der Möglichkeit von Zugriffen auf sie entstehen, d.h. aus einem zulässigen Grad einer Fremdeinwirkung?
Es werden sich in digitalen Weltmodellen Datencluster entwickeln, die Bewußtsein erlangen und die durch den im stehenden Jetzt möglichen Daten- und Informationsaustausch ein globales Bewußtsein entstehen lassen.
Wird also Dichte in Form von Häufgkeit von Zugriffen, einer Form der Frequenzdichte gemessen werden?
Es werden in diesem dauernden Dialog simulierte "traditionelle menschliche" mit künstlichen Intelligenzen derart gekoppelt werden, daß es sinnlos werden wird, in den so erzeugten Informationen zwischen traditonell biologischen und digitalen Faktoren unterscheiden zu wollen.
Welche neue Bedeutung erlangt die Zeit in einem digitalen Weltmodell? Durch die Möglichkeit einer zeitlich- und ortsunabhängigen Omnipräsenz von Informationen entstehen neue Zonen und Relationen von Datenaustausch, topologische Kommunikationsfelder.
Wird nicht jede wie immer geartete Schöpfung in den digitalen Weltmodellen autorenlos sein? Eine Erkenntnis, die im Grunde nichts anderes als eine technische Anwendung der theoretischen Erkenntnis ist, daß alle Informationen aus Komputationen von Informationsbits entstehen und damit Ergebnis eines ständig andauernden Polyloges sind. Ein negativ entropischer Polylog, da aus Kombinationen von Informationen wieder neue Informationen entstehen.
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Der Sinn des digitalen Seins ist zu sein. Damit ist das Sein im Grunde genommen sinnlos. Der Sinn des Seins ist also sinnlos zu sein, das Sein genüt sich seiner selbst und alles was das Sein ausmacht tut dies somit auch. So entstehen Polyloge ihrer selbst wegen und bei der aus ihnen resultierenden Information verhält es sich ebenso. Der Sinn des Seins ist sinnlos zu sein, somit ist die Frage nach dem Sein keine exestentielle mehr und daraus folgt der eigentliche Grund des negativ entropischen Verhaltens von Informationsaustausch.
Entsteht andererseits nicht auf Grund der Steuerung der Polyloge in Richtung Erzeugung neuer Informationen auch neue Information und ist somit der Informations- austausch nicht negativ entropisch?
Ist die Entwicklung vom Tier zum Menschen vergleichbar mit der vom biologisch - analogen zum digitalen Wesen? Aus dem instinktgesteuerten Tier entstand ein vernunftbegabter Mensch, der sich zu einem kommunikationsorientierten Wesen entwickeln könnte. Wo aus Instinkt Vernunft wurde, wird aus Vernunft Kommunikation.
Kann durch die Änderung des Beobachtungsstandpunktes, durch die Änderung des eigenen Status, die digitale Welt als solche unverfälscht erlebt werden?
Wenn Heidegger in der Frage selbst erst jeden Ursprung des Seins erkennt, wenn er also wie folgt behauptet ich frage, also denke ich. Ich denke also bin ich. Könnte dann Heideggers Behauptung nicht wie folgt abgeändert werden: Daten sind, also informieren sie. Daten informieren, also polylogisieren sie, und somit weiterführend behauptet werden, das digitale Sein ist, also informiert es. Das digitale Sein informiert, also polylogisiert es?
Zielt nicht die Spielstrategie eines anarchischen digitalen Seins darauf ab den Polylog in Richtung Erzeugung neuer Informationen zu steuern, bedeutet dieser Polylog nicht ein stehendes Feedback zwischen Sendern und Empfängern und birgt dieses Feedback nicht ein Angleichen der Verhalten um so besser funktionieren zu können? Sind diese Verhaltensregeln nicht eine Art Kurzschluss, ein Kurzschluss der mit Verfall in Entropie droht?
Es stellt sich also die Frage, ob das digitale Sein von Daten ein anarchisches Sein einer Spielstrategie ist, oder ganz im Gegenteil ob dieses Sein einem archischen Sein eines Ordnungssystemes entspricht.
Was bedeutet ein archisches Sein von Daten für den einzelnen digitalen Partikel, was bedeutet dieses archische Sein für den einzelnen Datencluster und was bedeutet dieses Sein für den Polylog der Partikel und Cluster, also was bedeutet dieses Sein, das ein archisches ist, für das digitale Sein selbst?
Andererseits was bedeutet anarchisches Sein, ein Sein, das weder Feudalismus, noch Monarchie, Aristrokratie noch Demokratie bedeutet, was bedeutet diese Art von Sein, wenn sie nicht zum blinden Nacheifern taugt und wenn Ideologie, Dogmatik und Fanatismus sozusagen ihren Wesensgehalt widersprechen, zu was taugt sie dann?
Ist anarchisches Sein nicht einfach gesagt ein Sein in Herrschaftsfreiheit (an archia - keine Herrschaft)?